Pressemitteilung

Aurubis startet optimistisch in das laufende Geschäftsjahr

Hamburg | Freitag, 5. Februar 2021

  • Multimetall-Unternehmen erwirtschaftete im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 ein operatives EBT von 82 Mio. €
    (Vj. 31 Mio. €)
  • Positiver Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr aufgrund hoher Verfügbarkeit der Anlagen und guter Marktbedingungen 
  • Zielkorridor für das operative EBT des Geschäftsjahres auf 270-330 Mio. € erhöht

Die Aurubis AG hat die endgültigen Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 vorgelegt. Das Unternehmen erwirtschaftete ein operatives EBT von 82 Mio. € (Vj. 31 Mio. €). Bereits vor zwei Wochen hatte Aurubis die Prognose für das laufende Geschäftsjahr erhöht und erwartet nun ein operatives Ergebnis vor Steuern (operatives EBT) zwischen 270 und 330 Mio. €. Zu Beginn des Fiskaljahres lag die Schätzung für das operative EBT zwischen 210 und 270 Mio. €. Den operativen Return on Capital Employed (ROCE) prognostiziert das Unternehmen jetzt mit 9-12 % statt bisher 8-11 %.

Positive Signale in allen Marktsegmenten

Ausschlaggebend für die Erhöhung des Ausblicks sind vor allem deutlich gestiegene Raffinierlöhne für Recyclingmaterialien und anhaltend hohe Metallpreise. Diese werden sich nach der Einschätzung von Aurubis im Laufe des Geschäftsjahres weiter auf dem derzeitig hohen Niveau bewegen. Hinzu kommt eine anziehende Nachfrage sowohl für Gießwalzdraht als auch für Stranggussprodukte. Bei Flachwalzprodukten zeichnet sich ebenfalls eine deutliche Markterholung ab, insbesondere aufgrund steigender Auftragseingänge aus dem Automobilsektor. Auch signalisieren die Spotmärkte für Schwefelsäure in Übersee und Europa für das zweite Quartal des Geschäftsjahres einen deutlichen Anstieg der Bedarfe.

Auf den Rohstoffmärkten erwartet Aurubis sowohl bei den Konzentraten als auch bei den Recyclingmaterialien eine gute Angebotssituation. In beiden Bereichen ist die Versorgung der Werke bereits bis in das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres gesichert. Darüber hinaus geht Aurubis im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr von einer erhöhten Anlagenverfügbarkeit aus.

Die Integration der Standorte Beerse (Belgien) und Berango (Spanien) der ehemaligen Metallo-Gruppe in das Aurubis-Hüttennetzwerk wird schneller als vorgesehen realisiert. Das Unternehmen plant, bereits im laufenden Geschäftsjahr das ursprünglich erst für das Jahr 2022/23 gesetzte Synergieziel von 15 Mio. € zu erreichen und sieht darüber hinaus weitere Potenziale.

„Die Auswirkungen der Pandemie auf unsere Ergebnisse bleiben weiterhin minimal, trotz bestehender Einschränkungen der täglichen Arbeit. Das Marktumfeld hat sich in den letzten Monaten deutlich verbessert“, sagt Roland Harings, Vorstandsvorsitzender der Aurubis AG.

Aurubis besitzt ein robustes Geschäftsmodell, hat die Herausforderungen sehr gut gemeistert und ein gutes Ergebnis im ersten Quartal erzielt. Auf dieser Basis konnten wir die Prognose für das Geschäftsjahr deutlich erhöhen.

Gutes erstes Geschäftsjahresquartal 

Gestützt wurde das operative Vorsteuerergebnis von 82 Mio. € durch gegenüber dem Vorjahr deutlich höhere Raffinierlöhne für Altkupfer und sonstige Recyclingmaterialien. Ihr Durchsatz stieg im Vorjahresvergleich, im Wesentlichen durch die Berücksichtigung der Standorte Beerse und Berango. Der Konzentratdurchsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal, in dem jedoch ein großer Wartungsstillstand in Hamburg durchgeführt wurde. Der Durchsatzsteigerung standen marktbedingt geringere Schmelz- und Raffinierlöhne für Kupferkonzentrate gegenüber. Positiv wirkten auch ein höheres Metallergebnis, bedingt durch stark gestiegene Metallpreise sowie eine gute Nachfrage nach Kupferprodukten. Auch trugen weiterhin Verbesserungen aus dem Performance Improvement Program (PIP) zum operativen EBT bei. Belastend wirkten im abgelaufenen Quartal hingegen wesentlich niedrigere Schwefelsäureerlöse durch deutlich gesunkene Absatzpreise. 

Der Umsatz in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres wuchs, vor allem aufgrund höherer Kupfer- und Edelmetallpreise sowie gestiegener Edelmetallverkäufe, um 28 % auf 3.463 Mio. € (Vj. 2.709 Mio. €). Der operative ROCE (unter Berücksichtigung des operativen EBIT der letzten vier Quartale) stieg auf 9,6 % (Vj. 7,6 %).
Auf Basis IFRS erzielte Aurubis im ersten Quartal 2020/21 ein Konzernergebnis vor Steuern (EBT) von 226 Mio. € (Vorjahr: 100 Mio. €).*

Hauptversammlung findet erstmals virtuell statt

Für Aurubis steht darüber hinaus am Donnerstag der kommenden Woche turnusgemäß die Jahreshauptversammlung zum gerade abgelaufenen Geschäftsjahr an. Sie wird, bedingt durch die Corona-Pandemie, virtuell und ohne die physische Präsenz von Aktionären stattfinden. Alle relevanten Dokumente und Informationen dazu sind hier zu finden. 

* Da das IFRS-Ergebnis unter anderem Bewertungseffekte aus Metallpreisschwankungen enthält, weist Aurubis abweichend hiervon das operative Ergebnis (EBT) aus. Dessen Darstellung eliminiert die Effekte aus Metallpreisschwankungen weitgehend und ermöglicht so eine realistischere Beurteilung des Geschäftsverlaufs. Das operative EBT ist ausschlaggebend für die Steuerung des Unternehmens.

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