Pressemitteilung

Aurubis weiter auf Erfolgskurs

Hamburg | Donnerstag, 10. August 2017

  • Gutes Ergebnis erfüllt Erwartungen
  • Effizienzsteigerungsprogramm zeigt geplante Erfolge
  • Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2016/17 wird bestätigt

Der Aurubis-Konzern (Aurubis) erzielte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016/17 ein operatives Ergebnis vor Steuern (EBT) von 211 Mio. € (Vj. 148 Mio. €). Wegen gestiegener Metallpreise erhöhte sich auch der Konzern-Umsatz um rund 1.113 Mio. € auf 8.189 Mio. €.

Die Entwicklung des operativen EBT ist insbesondere auf höhere Konzentratdurchsätze zurückzuführen, trotz des gesetzlichen Wartungsstillstands im 1. Quartal des Geschäftsjahres in Hamburg. Die Vergleichsgröße des Vorjahres war allerdings ebenfalls beeinflusst durch einen Großstillstand, und zwar im bulgarischen Pirdop. Ebenso stützten das Ergebnis relativ hohe Schmelz- und Raffinierlöhne für Kupferkonzentrate aufgrund des vorteilhaften Einsatzmixes von Aurubis. Zusätzlich trugen hohe Raffinierlöhne für Altkupfer bei gutem Angebot das Ergebnis. Darüber hinaus profitierte Aurubis von einem erhöhten Metallmehrausbringen bei gestiegenen Metallpreisen sowie von dem für das Unternehmen günstigen US-Dollar-Kurs im Berichtszeitraum.

Das vor allem im 1. Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres auf den globalen Märkten bestehende Überangebot an Schwefelsäure und die daraus resultierenden schwachen Erlöse drückten auf das EBT. Auch die niedrigere Kathodenprämie wirkte sich aus.

Eine gestiegene Nachfrage nach Flachwalzprodukten führte auch bei deren Vorprodukten, den Stranggussformaten, zu höheren Absätzen. Der Absatz von Gießwalzdraht war hingegen schwächer als im Vorjahr.

Der operative ROCE (unter Berücksichtigung des operativen EBIT der letzten 4 Quartale) stieg auf 13,0 % (Vj. 11,2 %).

Auf Basis IFRS erzielte Aurubis ein EBT von 371 Mio. € (Vj. 98 Mio. €). Das IFRS-Ergebnis enthält im Gegensatz zum operativen Ergebnis u. a. Bewertungseffekte durch Kupferpreisschwankungen. Für die Beurteilung des Geschäftsverlaufs und für die Steuerung des Unternehmens ist für Aurubis daher das operative Ergebnis ausschlaggebend.

„Das 3. Quartal war mit einem operativen EBT von 93 Mio. € außerordentlich gut“, fasst Jürgen Schachler, Vorstandsvorsitzender der Aurubis AG, zusammen. „Insbesondere die Performance in Bulgarien, wo wir seit dem Stillstand im vergangenen Jahr verstärkt komplexe Materialien durchsetzen können, hat positiv zum Ergebnis beigetragen. Zusätzlich haben wir das gute Schrottangebot genutzt und hohe Raffinierlöhne erzielt. Auch das Effizienzsteigerungsprogramm konnte zu dem guten Ergebnis beitragen.

Das Effizienzsteigerungsprogramm ist Teil des Transformationsprogramms ONE Aurubis, mit dem die Voraussetzungen zur Erreichung der Vision 2025 geschaffen werden, die Aurubis im März 2017 vorgestellt hatte. Bis zum Geschäftsjahr 2019/20 will Aurubis das EBITDA um mehr als 200 Mio. € steigern. Mit wesentlichen Beiträgen aus den Werken Lünen und Hamburg sowie der Business Line Flat Rolled Products wurden bereits bis jetzt über 80 % des Jahresziels von rund 30 Mio. € erreicht.

Neben den durch das Effizienzsteigerungsprogramm erzielten Ergebnisverbesserungen schreiten auch weitere Projekte aus ONE Aurubis voran. Derzeit passt das Unternehmen seine Strategie an die Vision 2025 an. Sie wird – vorbehaltlich der Genehmigung durch den Aufsichtsrat – am 13. Dezember 2017 zur Präsentation der Geschäftsjahreszahlen vorgestellt. Ein wesentliches Strategieelement wird dabei das interne Wachstumsprojekt „Future Complex Metallurgy“ sein, das eine Ausweitung der Verarbeitung komplexer Rohstoffe beinhaltet, Durchlaufzeiten für Edelmetalle verkürzt und ein optimiertes Ausbringen von weiteren Metallen ermöglicht.

Ebenfalls erarbeitet Aurubis gerade die Details einer neuen Organisationsstruktur, die sich stärker an den Wertschöpfungsprozessen im Unternehmen ausrichten wird. Sie soll zu Beginn des nächsten Geschäftsjahres am 1. Oktober 2017 in Kraft treten.

Ausblick

Insgesamt erwartet Aurubis auf den Rohstoff- und Produktmärkten weiterhin eine stabile bis gute Marktlage. Das Unternehmen geht bis zum Ende des Geschäftsjahres bei den Kupferkonzentraten von zufriedenstellenden Schmelz- und Raffinierlöhnen aus, obwohl diese auf dem Weltmarkt derzeit unter Druck stehen. Um ein höheres Niveau zu halten, hilft die Kernkompetenz von Aurubis, komplexe Konzentrate zu verarbeiten. Im Altkupfermarkt sieht der größte Kupferrecycler der Welt in den nächsten Monaten ein gutes Mengenangebot bei entsprechend hohen Raffinierlöhnen.

Bei den Schwefelsäureerlösen geht Aurubis von einer leichten Erholung aus, sofern sich die verbesserte Entwicklung an den Absatzmärkten fortsetzt.

Für Kupfergießwalzdraht zeichnet sich derzeit ein stabiler Absatz ab, der jedoch unter dem Vorjahr liegen wird. Für Strangguss- und Bandprodukte erwartet Aurubis hingegen eine Nachfrage leicht über Vorjahresniveau.

Trotz des sich aktuell abschwächenden US-Dollars erwartet der Konzern aufgrund seiner Hedging-Strategie weiterhin positive Ergebnisbeiträge.

Erneut bestätigt Jürgen Schachler die Prognose für das Gesamtjahr: „Wir gehen von einem gegenüber dem Vorjahr deutlich steigenden operativen Ergebnis vor Steuern und einem leicht steigenden ROCE aus.“

Den vollständigen Bericht über die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2016/17 finden Sie hier.

 

 

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