Pressemitteilung

Aurubis bestätigt nach erstem Quartal die Prognose für das Geschäftsjahr 2018/19

Hamburg | Mittwoch, 13. Februar 2019

  • Operatives Ergebnis von 40 Mio. € (Vj. 79 Mio. €) erfüllt die Markterwartungen
  • Ungeplante Stillstände belasten das Ergebnis des ohnehin saisonal schwachen ersten Quartals
  • Aurubis bestätigt Gesamtjahresprognose aufgrund eines guten Marktumfelds und positiver Effekte aus dem Effizienzsteigerungsprogramm

Der Aurubis-Konzern erwirtschaftete in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2018/19 ein operatives Ergebnis vor Steuern (EBT) von 40 Mio. € (Vj. 79 Mio. €). Damit trifft das Ergebnis die Erwartungen des Kapitalmarkts.

Im Vergleich zu dem sehr starken Vorjahresquartal führten vor allem ungeplante Stillstände an den Standorten Hamburg, Pirdop und Lünen zu negativen Ergebniseffekten von rund 25 Mio. €. Infolgedessen verzeichnete Aurubis niedrigere Durchsätze sowohl von Kupferkonzentraten als auch von Recyclingmaterialien. Die Raffinierlöhne von Altkupfer blieben zwar hinter den sehr guten Werten des Vorjahresquartals zurück, liegen jedoch mit Werten deutlich über dem langjährigen Durchschnitt noch immer auf zufriedenstellendem Niveau.

Positiven Einfluss auf das operative Ergebnis im 1. Quartal hatten höhere Schwefelsäureerlöse. Hier konnten die deutlich gestiegenen Absatzpreise die stillstandsbedingt geringeren Produktionsmengen überkompensieren. Auch der Absatz von Kupfergießwalzdraht und Stranggussprodukten blieb robust. Ein gutes Metallmehrausbringen sowie positive Effekte aus dem Effizienzsteigerungsprogramm stützten das Ergebnis ebenfalls.

Der Umsatz des Konzerns belief sich im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 auf 2.614 Mio. € (Vj. 2.872 Mio. €). Die Veränderung im Vergleich zum Vorjahresquartal ist im Wesentlichen auf den deutlich geringeren Kupferpreis und produktionsbedingt geringere Edelmetallverkäufe zurückzuführen. Der operative ROCE (unter Berücksichtigung des operativen EBIT der letzten 4 Quartale) lag bei 11,1 % (Vj. 15,4 %). Der Rückgang resultiert aus im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Ergebnisbeiträgen bei erhöhtem eingesetzten Kapital, im Wesentlichen aus dem Aufbau von Vorräten.

Das IFRS-Konzernergebnis vor Steuern (EBT) aus fortgeführten Aktivitäten belief sich im ersten Quartal auf 12 Mio. € (Vj. 160 Mio. €).*

Ausblick: Robuste Marktlage und weitere Effizienzsteigerungen

Bis zum Ende des Geschäftsjahres geht Aurubis auf den Rohstoffmärkten von einem guten Angebot an Kupferkonzentraten mit Schmelz- und Raffinierlöhnen auf zufriedenstellendem Niveau aus. Auch erwartet das Multi-Metall-Unternehmen einen grundsätzlich stabilen Altkupfermarkt. Die aktuell niedrigen Metallpreise könnten jedoch zu einem geringeren Altkupferangebot und damit zu niedrigeren Raffinierlöhnen führen. Für das 2. Quartal 2018/19 sind jedoch alle Anlagen bereits zu guten Konditionen voll versorgt.

Auf den Produktmärkten erwartet Aurubis sowohl beim Kupfergießwalzdraht als auch bei den Stranggussprodukten eine robuste Nachfrage auf hohem Niveau. Einer sich seit Herbst 2018 abzeichnenden, verminderten Nachfrage nach Flachwalzprodukten aus dem Automobilsektor stehen Wachstumsimpulse aus anderen Marktsegmenten gegenüber, so dass auch in diesem Bereich von einer zufriedenstellenden Absatzsituation im laufenden Geschäftsjahr ausgegangen werden darf. Aus dem schwer prognostizierbaren Absatzmarkt für Schwefelsäure kommen Signale für das 2. Quartal des Geschäftsjahres 2018/19, die auf eine stabile Situation mit Preisen auf hohem Niveau schließen lassen.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Aurubis aufgrund mehrerer geplanter, gesetzlich vorgeschriebener Wartungsstillstände an den Standorten in Lünen und Pirdop eine leicht unter dem Vorjahr liegende Auslastung der Anlagen. Damit gehen auch eine geringere Verarbeitungsmenge von Kupferkonzentraten und eine somit geringere Kathodenproduktion einher.

Trotz des reduzierten Benchmarks erwartet Aurubis auch im Geschäftsjahr 2018/19 zufriedenstellende Schmelz- und Raffinierlöhne (TC/RCs) sowie eine gute Versorgung mit Kupferkonzentraten. Aufgrund der Kernkompetenz, komplexe Konzentrate zu verarbeiten, erzielt der Konzern regelmäßig über Benchmark liegende TC/RCs.

Für das Kalenderjahr 2019 hat Aurubis die Kupferprämie auf 96 US$/t erhöht (Vj. 86 US$/t). Aufgrund der stabilen Nachfragesituation an den Märkten geht das Unternehmen davon aus, diese Prämie über die Produkte größtenteils durchsetzen zu können.

Mit dem Effizienzsteigerungsprogramm wird Aurubis alle Unternehmensbereiche weiter optimieren. Für das Geschäftsjahr 2018/19 besteht das Ziel, weitere 60 Mio. € Projekterfolg, verglichen mit dem Basisjahr 2014/15, zu erreichen. Der Konzern erwartet, dieses Ziel zu realisieren.

Am 6. Februar 2019 untersagte die Europäische Kommission den beabsichtigten Verkauf des Segments Flat Rolled Products (FRP) an die Wieland-Werke AG. Aurubis kann nun weitere strategische Optionen für FRP prüfen.

Mit Blick auf das Ergebnis des ersten Quartals des laufenden Geschäftsjahres und den Ausblick auf dessen weiteren Verlauf bestätigt Jürgen Schachler, Vorstandsvorsitzender der Aurubis AG, die bisherige Prognose: „Saisonal bedingt ist bei Aurubis das erste Quartal eines Geschäftsjahres in der Regel eher schwach. Hinzu kamen die ungeplanten Stillstände, die einen weiteren, deutlichen Effekt auf das Quartalsergebnis hatten. Darum fiel dieses Quartal im Vergleich zum Vorjahr deutlich ab. Allerdings sehen wir nach wie vor eine überwiegend gute Situation an unseren Märkten, und auch unser Effizienzsteigerungsprogramm wird in diesem Geschäftsjahr weiter seine Wirkung entfalten. Darum bestätigen wir unsere Prognose und gehen weiterhin von einem moderat unter dem Vorjahr liegenden operativen EBT und einem leicht niedrigeren operativen ROCE gegenüber dem Vorjahr aus.

*Da das IFRS-Ergebnis unter anderem Bewertungseffekte aus Metallpreisschwankungen enthält, weist Aurubis abweichend hiervon das operative Ergebnis (EBT) aus. Dessen Darstellung eliminiert die Effekte aus Metallpreisschwankungen weitgehend und ermöglicht so eine realistischere Beurteilung des Geschäftsverlaufs. Das operative EBT ist ausschlaggebend für die Steuerung des Unternehmens.

Das Segment FRP wird weiterhin nach IFRS 5 als nicht fortgeführte Aktivitäten geführt. Die operative Ergebnisberichterstattung bleibt vom beabsichtigten Verkauf des Segments unberührt.

Die vollständige Quartalsmitteilung 3 Monate 2018/19 finden Sie »hier«.

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