Pressemitteilung

Dritter Aurubis Nachhaltigkeitstag: „Auf dem Weg zur echten Kreislaufwirtschaft“

Hamburg | Freitag, 18. November 2016

Der dritte Nachhaltigkeitstag von Aurubis fand am gestrigen Donnerstagnachmittag passend zum Thema im Aurubis Recyclingzentrum im westfälischen Lünen statt. Über Recycling und Kreislaufwirtschaft referierten und diskutierten hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft, unter anderen Johannes Remmel, Umweltminister NRW und Karl-Heinz Florenz, Mitglied des Europäischen Parlaments.

In seiner Begrüßung betonte Jürgen Schachler, Vorstandsvorsitzender von Aurubis: „Recycling – auch von Kupfer und anderen Metallen – stellt in einer rohstoffarmen Region wie Europa eine zunehmend wichtiger werdende Rohstoffquelle dar. Kreisläufe sind jedoch erst dann als geschlossen zu betrachten, wenn es gelingt, Materialien so zurückzugewinnen, dass sie wieder in Neuprodukten eingesetzt werden können – und das unter höchsten Umweltschutzstandards, wie wir sie hier in unserem Recyclingzentrum in Lünen bieten können.“

Ein Impulsreferat zur Kreislaufwirtschaft in Nordrhein-Westfalen gab Johannes Remmel, Umweltminister von NRW, der mit Blick auf das 2015 von der EU-Kommission vorgelegte neue Programm zur Kreislaufwirtschaft deutlich machte: „Um den Lebenszyklus eines Rohstoffes zu schließen – vom ersten Produkt über die Verwendung und Verwertung bis zur Entsorgung – muss der Wirtschaftskreislauf eines Produktes bereits bei der Gestaltung bedacht werden.“ Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die Initiative der Kommission durchaus zu begrüßen sei, es aber gleichzeitig Verbesserungspotenzial gebe: „Dies betrifft jene Vorgaben, die den Vorrang des Recyclings gegenüber der energetischen Verwertung beziehungsweise thermischen Behandlung regeln. Es ist wichtig, Abfälle vor einer Deponierung thermisch vorzubehandeln. So wird sichergestellt, dass zunächst alle verwertbaren Abfälle stofflich recycelt werden. Der Vorrang des Recyclings gegenüber der energetischen Verwertung muss sehr deutlich hervorgehoben werden.“. 

Diese Aspekte wurden in der anschließenden Podiumsdiskussion vertieft, die von Dr. Delia Schindler (Zukunftsrat Hamburg) moderiert wurde. Die Teilnehmer (Karl-Heinz Florenz, Mitglied des Europäischen Parlaments, Michael Thews, Mitglied des Deutschen Bundestages, Astrid Herbers, Aurubis Lünen, Werkleiterin, Andreas Kröhling, Deutsche Telekom AG, Group Corporate Responsibility, Dr. Götz Reichert, LL.M., Centrum für Europäische Politik, Fachbereichsleiter Umwelt, Energie, Klima, Verkehr) waren sich darüber einig, dass nur diejenigen Unternehmen zukunftsfähig sein können, die das Thema Nachhaltigkeit konsequent in ihre Strategie und Ausrichtung einbinden. Die Wirtschaftlichkeit dürfe hierbei jedoch nicht außer Acht gelassen werden.

Kontrovers diskutiert wurden die einzelnen Herausforderungen entlang der Wertschöpfungskette. Das Erreichen der Recyclinquote habe beispielsweise in den verschiedenen Stufen vom Sammler bis zum Industriebetrieb auch unterschiedliche Bedeutungen. Thematisiert wurden auch Unterschiede zwischen Deutschland und Europa in Bezug auf die Abfall-Definitionen.

Auch Fragen zum „Circular Economy Package“, mit dem die Europäische Kommission Ende 2015 ein ambitioniertes Gesetzespaket verabschiedet hat, um beim Übergang zu einer stärker kreislauforientierten Wirtschaft zu unterstützen, wurden erörtert. Die zentralen Fragen: Können Kreisläufe wirklich geschlossen werden? Wo sind der Produktgestaltung Grenzen gesetzt? Was bedeutet Qualitätsrecycling?

Eingerahmt wurde die Veranstaltung von einer Ausstellung der Auszubildenden von Aurubis, die sich intensiv mit der Thematik des Tages sowie Nachhaltigkeit bei Aurubis befasst hatten und ihre Ergebnisse im Rahmen der Veranstaltung vorstellten.

Kirsten Kück, Nachhaltigkeitsmanagerin bei Aurubis, zeigte sich zufrieden: „Unsere Veranstaltungsreihe bestätigt immer wieder, dass die Themenfelder der Nachhaltigkeit nur dann vorangebracht werden können, wenn sie von Beginn an eine entscheidende Rolle spielen. Die Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure und der ständige Wissensaustausch sind dabei unverzichtbar. Deshalb liegen mir das Engagement und die Ideen unserer Auszubildenden in Sachen Zukunftsgestaltung besonders am Herzen.“

 

 

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