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Pressemitteilung

Aurubis erzielt Quartalsergebnis im Rahmen der Markterwartungen und steigert Prognose für 2025/26 

Hamburg | Donnerstag, 5. Februar 2026

Rohhütte Aurubis Werk Hamburg

  • Operatives EBT von 105 Mio. € signifikant gegenüber Vorquartal (Q4 2024/25: 68 Mio. €) gesteigert; unterhalb Vorjahresquartal u.a. wegen reduzierter Schmelz- und Raffinierlöhne 
  • Treiber des Ergebnisses: Metallergebnis deutlich über Vorjahr sowie anhaltend hohe Erlöse aus Schwefelsäure und Kupferprodukten 
  • Aurubis-CEO Dr. Toralf Haag: „Ein starkes Metallergebnis und stabile Produktmärkte ermöglichen uns auch in einem geopolitisch unruhigen Umfeld eine konsequente Fortsetzung unseres Kurses.“ 
  • Gesamtjahresprognose aufgrund verbesserten Markt- und Ergebnisblicks auf 375-475 Mio. € angehoben 

Die Aurubis AG, ein weltweit führender Anbieter von Nichteisenmetallen und einer der größten Kupferrecycler der Welt, ist erfolgreich in das neue Geschäftsjahr 2025/26 gestartet: Der Multimetall-Anbieter erzielte in den ersten drei Monaten ein operatives Ergebnis vor Steuern (EBT) von 105 Mio. € (Vorjahr: 130 Mio. €) – die Differenz ist unter anderem durch reduzierte Schmelz- und Raffinierlöhne für die Verhüttung von Kupferkonzentraten, planmäßig höhere Abschreibungen und einen vorgezogenem geplanten Wartungsstillstand am Standort Hamburg begründet. Das operative EBITDA lag zum Stichtag am 31. Dezember 2025 bei 164 Mio. € (Vorjahr: 184 Mio. €). 

Der Netto-Cashflow lag vor allem aufgrund von stichtagsbedingt höheren Vorratsbeständen bei gleichzeitig höheren Metallpreisen in den ersten drei Monaten mit -8 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 178 Mio. €). Er unterliegt unterjährigen Schwankungen, die sich im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres wieder ausgleichen. Der operative ROCE (unter Berücksichtigung des EBIT der vergangenen vier Quartale) erreichte zum Quartalsende 7,8 % (Vorjahr: 11,7 %) und unterstreicht trotz der aktuell hohen Investitionstätigkeit die stabile Kapitalverzinsung. Ursächlich für die Verminderung der Rendite im Laufe des aktuellen Geschäftsjahres sind die weiterhin in der Umsetzung befindlichen Wachstumsprojekte, die sich im eingesetzten Kapital abzeichnen. Die volle Ergebniswirkung wird sich mittelfristig nach abgeschlossenem Hochlauf entfalten. 

Zu den wichtigsten unterstützenden Faktoren zählte ein deutlich über dem Vorjahr liegendes Metallergebnis, das von gestiegenen Metallpreisen – insbesondere bei Edelmetallen – getragen wurde. Darüber hinaus blieben die Schwefelsäureerlöse auf dem hohen Vorjahresniveau und auch die Erlöse aus Kupferprodukten waren anhaltend hoch. Gegenläufig wirkten hingegen deutlich niedrigere Schmelz- und Raffinierlöhne bei einem über Vorjahr liegenden Konzentratdurchsatz – getragen durch die stabile Performance der Primärhütten in Hamburg und Bulgarien. Hinzu kamen einsatzmixbedingt leicht niedrigere Erlöse im Recyclingbereich, höhere planmäßige Abschreibungen für die in Umsetzung befindlichen strategischen Projekte sowie höhere Kosten im Konzern aufgrund allgemeiner Kostensteigerungen. 

„Das erste Quartal zeigt erneut, wie wirksam unsere Multimetallkompetenz in Kombination mit den diversifizierten Ergebnistreibern ist: Ein starkes Metallergebnis und stabile Produktmärkte ermöglichen uns auch in einem geopolitisch unruhigen Umfeld eine konsequente Fortsetzung unseres Kurses,“ betont Aurubis-Vorstandsvorsitzender Dr. Toralf Haag. „Diese breite Basis macht uns widerstandsfähig und gibt uns Sicherheit. Vor diesem Hintergrund und angesichts eines verbesserten Marktumfelds ist es folgerichtig, unsere Jahresprognose anzuheben.“ 

Das erste Quartal zeigt erneut, wie wirksam unsere Multimetallkompetenz in Kombination mit den diversifizierten Ergebnistreibern ist.
Dr. Toralf Haag

Dr. Toralf Haag

Chief Executive Officer

Verbesserter Marktausblick: Gesamtjahresprognose 2025/26 erhöht 

Wie in der Ad-hoc-Mitteilung am 28. Januar 2026 bereits mitgeteilt, hat Aurubis seine Gesamtjahresprognose für das laufende Geschäftsjahr erhöht. Das Multimetall-Unternehmen erwartet für 2025/26 nun ein operatives EBT in einer Spanne von 375-475 Mio. € (zuvor: 300-400 Mio. €). Grundlage dieser Anpassung sind die gestiegenen Metallpreise und eine insgesamt sehr gute Nachfrage nach den Kupferprodukten des Unternehmens. Darüber hinaus erwartet Aurubis im Rahmen der üblichen Fluktuationen des Umlaufvermögens bei hohen Metallpreisniveaus weiterhin einen Netto-Cashflow über dem Vorjahr und mindestens einen ausgeglichenen Free Cashflow vor Dividende an. 

Großteil der Investitionen in strategisches Wachstum umgesetzt 

Mit den guten finanziellen Ergebnissen in den ersten drei Monaten 2025/26 setzt Aurubis seinen klar definierten strategischen Weg konsequent fort. Mit der überarbeiteten Strategie „Aurubis Performance 2030 – Forging resilience. Leading in multimetal.“ verfolgt das Unternehmen das Ziel, seine Position als eines der weltweit führenden Multimetall-Unternehmen weiter auszubauen. Getragen wird diese Entwicklung von einer leistungsorientierten Unternehmenskultur „Power for Performance“, die Aurubis konsequent weiterentwickelt. Inzwischen hat das Unternehmen rund 80 % des laufenden Investitionsprogramms von 1,7 Mrd. € für strategische Projekte umgesetzt. 

Dazu zählt Aurubis Richmond: Das neue Werk ist die erste Multimetall-Sekundärhütte in den USA und befindet sich nach der Inbetriebnahme der ersten Phase im planmäßigen Hochlauf. Der Standort wird nach vollständiger Fertigstellung jährlich rund 180.000 Tonnen komplexes Recyclingmaterial verarbeiten können.  

Das Projekt Complex Recycling Hamburg (CRH) steht kurz vor der geplanten Inbetriebnahme im ersten Halbjahr 2026. Die Anlage ermöglicht künftig die Verarbeitung von etwa 30.000 Tonnen zusätzlichem Recyclingmaterial sowie internen Zwischenprodukten.  

Und mit der Erweiterung der Kupferelektrolyse von Aurubis Bulgaria in der zweiten Jahreshälfte 2026 wird die Kapazität des Standorts um rund 50 % auf 340.000 Tonnen jährlich gesteigert. Dies erhöht die Produktion des Unternehmens von hochwertigem raffiniertem Kupfer und verbessert die metallurgische Effizienz des Standorts erheblich.

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