Elbkupferwerk

Meilensteine

Von den Hamburger Anfängen in der Elbstraße bis zu den innovativen und nachhaltigen metallurgischen Lösungen, die Aurubis heute auszeichnen. Eine Unternehmensgeschichte, die sich stets den Herausforderungen der Zeit anpasst.

Einen umfassenden historischen Rückblick auf die Aurubis Geschichte erhalten Sie hier:
1770 – Inbetriebnahme des Silber-Scheid-und Schmelzofens

Marcus Salomon Beit wird die Genehmigung zur Inbetriebnahme eines "Silber-Scheid- und Schmelzofens" in der Hamburger Elbstraße erteilt. Damit ist der erste Vorläufer von Aurubis gegründet. 

1787 – Das Unternehmen Gold- und Silberscheider

Gemeinsam mit seinem Bruder Raphael Salomon führt Marcus Salomon Beit das Unternehmen unter dem Namen Gold- und Silberscheider.

1824 – Ein neuer Prozess der Metallscheidung - Affinieren

Raphael Salomon Beit führt die nasse Edelmetallscheidung von Gold und Silber mit Hilfe von Schwefelsäure ein. Der neue Prozess wird »Affinieren« genannt. Durch diesen neuen Prozess der Metallscheidung entwickelt sich der Betrieb in den Folgejahren zu einem »kombinierten Kupfer-Blei-Edelmetall-Hüttenbetrieb«.

Münzen

1846 – Gründung des Elbkupferwerks

Der Sohn von Raphael Salomon Beit, Lipmann Raphael, und der Hamburger Reeder Johann Cesar Godeffroy gründen gemeinsam mit dem Kaufmann Siegmund Robinow das Elbkupferwerk auf der Elbinsel Steinwerder. Es soll auch Kupfererze aus Übersee verarbeiten.

1857 – Die Elbhütten-Affinir- und Handelsgesellschaft

Zusammenschluss des Elbkupferwerks auf Steinwerder und L.R. Beit & Co. in der Elbstraße zur Elbhütten-Affinir- und Handelsgesellschaft.

1866 – Gründung der Norddeutschen Affinerie AG

Gründung der Norddeutschen Affinerie AG, deren Vorsitzender Dr. Ferdinand Beit wird.

1876 – Die erste vollkontinuierlich arbeitende Kupferelektrolyse

Dr. Emil Wohlwill, Chefchemiker des Unternehmens, erfindet die erste vollkontinuierlich arbeitende Kupferelektrolyse.

1908 – Baustart auf der Peute

Baustart für ein neues Werk auf der Elbinsel Peute aufgrund von Platzmangel in der Elbstraße.

1909 – Beginn des Umzugs auf die Peute

Beginn des Umzugs aller Betriebe auf die Peute. In der Folge wird das alte Stammwerk der Beits in der Elbstraße abgerissen.

1910 – Einstieg der ersten Großaktionäre

Die Frankfurter Metallbank und Metallurgische Gesellschaft sowie die Deutsche Gold- und Silber-Scheideanstalt vormals Roessler AG (Degussa) steigen als Großaktionäre ein.

1944 – Kriegsbedingte Stilllegung der Produktion

Große Schäden an den Werksanlagen im Zweiten Weltkrieg durch Fliegerangriffe. Weitgehende Stilllegung der Produktion bis zum Kriegsende. Weitere Informationen über die Zeit des 2. Weltkriegs finden Sie hier in unserer Unternehmenschronik.

1948 – Wiederaufnahme der Produktion

Schnelle Aufnahme der Produktion nach Kriegsende. Alle wesentlichen Anlagen sind wieder in Betrieb, darunter die Gold-, Silber- und die Wismut-Elektrolyse.

1949 – Übernahme der Pflanzenschutz Urania GmbH

Übernahme der Pflanzenschutz Urania GmbH.

1966 – 100jähriges Jubiläum

Das Unternehmen feiert sein 100jähriges Bestehen.

1974 – Übernahme der Retorte GmbH

Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile an der Retorte Ulrich Scharrer GmbH in Röthenbach/Pegnitz, einem Hersteller von Selenprodukten für die Glas- und Futtermittelindustrie.

1975 – Joint Venture mit Codelco

Joint Venture mit dem chilenischen Kupfererzeuger Codelco und den Hüttenwerken Kayser (HK) aus Lünen führt zur Gründung der Deutschen Giessdraht GmbH in Emmerich am Rhein

1998 – Börsengang der Norddeutschen Affinerie AG

Börsengang der Norddeutschen Affinerie AG, erster Ausgabekurs 25 Deutsche Mark.

2000 – Übernahme der Hüttenwerke Kayser AG

Übernahme der Hüttenwerke Kayser AG in Lünen, einem Unternehmen zur Verarbeitung von silber-, kupfer- und zinnhaltigen Rückständen aus der industriellen Produktion.

2002 – Übernahme der Prymetall GmbH & Co. KG

Übernahme der Prymetall GmbH & Co. KG, einem Hersteller von Walz- und Ziehprodukten aus Kupfer und Kupferlegierungen sowie deren 50%ige Beteiligung an der Schwermetall Halbzeugwerk GmbH & Co. KG, in Stolberg.

2008 – Übernahme des Kupferproduzenten Cumerio

Übernahme des belgischen Kupferproduzenten Cumerio. Die Schmelze in Pirdop (BG), die Raffination in Olen (BE), die Gießwalzdrahtproduktion in Olen und Avellino (IT) sowie die Herstellung von Spezialprofilen in Yverdon-les-Bains (CH) werden in den Konzern eingegliedert.

2009 – Umbenennung in Aurubis AG

Umbenennung in Aurubis AG. Das Unternehmen ist nicht länger eine norddeutsche Affinerie, denn es besitzt nun Standorte in fünf europäischen Ländern. 

2011 – Erwerb der britischen Luvata-Gruppe

Zukauf der Rolled Products Division (RPD) der britischen Luvata-Gruppe: Produktionsstandorte in Buffalo (USA), Finspång (SE), Pori (FI), Zutphen (NL) sowie Schneidcenter in Birmingham (GB), Dolný Kubín (SL), Mortara (IT). Durch den Standort Buffalo ist es der erste Schritt in Richtung Internationalisierung außerhalb von Europa.

2016 – 150jähriges Jubiläum
2018 – Übernahme Deutsche Gießdraht GmbH
  • Vollständige Übernahme der Deutsche Gießdraht GmbH in Emmerich.
2018 – Start Industriewärmeprojekt
  • Start der größten deutschen Industriewärmeversorgung am Standort Hamburg in Kooperation mit dem Energiedienstleistungsunternehmen enercity: CO2-freie Industriewärme für Hamburger Haushalte aus einem Nebenprozess der Kupferproduktion.
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2020 – Erwerb der Metallo-Gruppe

Erwerb der belgisch-spanischen Metallo-Gruppe mit den Standorten Beerse (BE) und Berango (ES). Konsequente Fortführung der Wachstumsstrategie durch Stärkung des Recycling-Portfolios.

2021 – Reduzierung diffuser Emissionen (RDE) in Hamburg

Inbetriebnahme eines neuen, innovativen Anlagensystems mit Feinstfiltern und hochmoderner Anlagentechnik zur Reduzierung Diffuser Emissionen (RDE) in der Primärkupfererzeugung am Standort Hamburg.

2021 – Photovoltaikanlage in Pirdop

Auf dem Weg zur Dekarbonisierung: Baustart der größten unternehmenseigenen Photovoltaikanlage am Standort Pirdop in Bulgarien als Teil des strategischen Ziels, eine klimaneutrale Produktion zu erreichen.

2022 – Teilverkauf der Flachwalzsparte Flat Rolled Products

Teilverkauf der Flachwalzsparte Flat Rolled Products (FRP) im Sinne der neuen Unternehmensstrategie. Der Verkauf betrifft das Werk Zutphen und die Schneidcenter Birmingham, Dolný Kubín, Mortara.

2022 – Ausbau Kompetenzen im Wachstumsfeld Batterierecycling

Für das Batterierecycling errichtet Aurubis eine Pilotanlage im Werk Hamburg zur Verarbeitung von Schwarzer Masse aus Lithium-Ionen-Batterien.

2022 – Baustart eines neuen Recyclingwerkes in Georgia (USA)

Spatenstich und Baustart eines neuen Recyclingwerkes in Richmond, Georgia (USA). Das erste Greenfield-Projekt von Aurubis in Übersee und das erste Multimetall-Recyclingwerk, das in den USA entsteht.

2023 – Investition in wasserstofffähige Anodenöfen in Hamburg

Vorbereitung auf den Einsatz von Wasserstoff statt Erdgas in der Metallbehandlung. Neue Technologie in der Kupferproduktion bietet Einsparpotenzial von 5.000 Tonnen CO2 pro Jahr.

2023_Aurubis_Anodenofen

2023 – Neubau zur Edelmetallverarbeitung in Hamburg

Investition in den Bau einer neuen Anlage zur Verarbeitung von Edelmetallen mit dem Namen „Precious Metals Refinery“ (PMR).

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2024 – Ausbau Elektrolyse und Solarpark in Pirdop
2024 – Inbetriebnahme modernisierte Elektrolyse in Lünen
2024 – Verkauf US-Standort für Flachwalzprodukte in Buffalo
2024 – Inbetriebnahme einer neuen Recyclinganlage in Beerse

Die hydrometallurgische ASPA-Anlage (Advanced Sludge Processing by Aurubis) verarbeitet Anodenschlämme aus der Kupferelektrolyse der Recycling-Standorte Beerse und Lünen.

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2024 – Inbetriebnahme einer neuen Recyclinganlage in Olen

Die Recylinganlage BOB (Bleed treatment Olen Beerse) gewinnt künftig die wichtigen Industriemetalle Nickel und Kupfer aus dem Elektrolytstrom (Bleed) zurück.

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2025 – Ausbaustufe Industriewärmelieferung für Hamburger Stadtnetz
2025 – Produktionsstart strategischer Metalle in Richmond
2026 – Inbetriebnahme einer Luftzerlegungsanlage in Lünen

Aurubis steigert am Standort Lünen Effizienz und Unabhängigkeit durch eine neue Luftzerlegungsanlage. Sie nutzt die Umgebungsluft, erzeugt daraus hochreinen Sauerstoff und Stickstoff direkt vor Ort.

2026_Aurubis Lünen_Luftzerlegungsanlage

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Silke Splithöfer
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