Energie & Klimaschutz

Aurubis setzt Energie so effizient wie möglich ein und übernimmt Verantwortung für den Klimaschutz

Die einzelnen Fertigungsschritte in unserer Wertschöpfungskette sind komplex und in Summe sehr energieintensiv. Für uns ist der effektive und effiziente Einsatz von Energie eine Frage der ökologischen und ökonomischen Verantwortung. Aus diesem Grund setzen alle unsere Standorte Energie so sparsam wie möglich ein. Die Produktivität und die Effizienz zu steigern, gehört zum Konzernalltag bei Aurubis. Die entsprechende konzernweite Koordination der Maßnahmen übernimmt die Abteilung Energy & Climate Affairs.

Zur optimalen Steuerung des Energieverbrauchs und Identifizierung weiterer Energieeinsparpotentiale sind die wesentlichen deutschen Standorte nach DIN EN ISO 50001 zertifiziert:

Die Energieaspekte und -verbraucher werden ermittelt sowie bewertet, um geeignete Maßnahmen verschiedenster Art abzuleiten, die zum einem effektiven Energieeinsatz und zu einer kontinuierlichen Reduzierung des Energieverbrauchs führen. Über vorhandene Messsysteme werden die Energieverbräuche erfasst und Energieeinsparungen nachweisbar.

Energy & Climate Affairs koordiniert dabei die konzernweite Weiterentwicklung der Energiemanagement- und -monitoringsysteme und sorgt damit, soweit sinnvoll, für eine einheitliche Vorgehensweise sowie den Erfahrungsaustausch zu Best-Practice-Beispielen, z.B. in Form eines internen Energieeffizienznetzwerkes. Seit 2015 beteiligt sich Aurubis zusätzlich aktiv an Energieeffizienz-Netzwerken im Rahmen der Initiative von Bundesregierung und Wirtschaft, um über die Werks- und Unternehmensgrenzen hinweg mit anderen Unternehmen in den moderierten Austausch zu Energieeffizienz-Projekten und -Potentialen zu treten.

Neben großen Projekten zur Steigerung der Energieeffizienz – wie an den Standorten Hamburg, Lünen und Pirdop die Dampfturbinen zur Stromerzeugung aus Prozessabwärme – sind vor allem ein energiebewusstes Verhalten und die Mitarbeit aller Kollegen gefragt. Um diese für das Thema zu sensibilisieren wurde beispielsweise ein Energietag im Werk Hamburg organisiert – darüber hinaus finden regelmäßig Energieschulungen statt.

Aurubis nimmt bei der Energieeffizienz eine führende Position ein. Allerdings nähern wir uns bei der Steigerung der Produktivität und Effizienz der Grenze des technisch Machbaren. Bereits erreichte Effizienzsteigerungen sind keine Blaupause für die zukünftige Entwicklung, denn je mehr Maßnahmen im Bereich der Energieeffizienz bereits vorgenommen wurden, desto schwieriger ist eine weitere Optimierung des Energiebedarfs. Weil der Senkung des Energieverbrauchs und der Emissionsminderung technologisch Grenzen gesetzt sind, lassen sich daher heute bei gleichbleibend hohen Investitionen nur vergleichsweise geringe Verbesserungen erzielen.

Ein großer Teil des Stromverbrauchs fällt bei Aurubis schon jetzt für den Umweltschutz an, denn der zunehmende Einsatz von komplexen Recyclingrohstoffen mit vergleichsweise geringem Kupfergehalt erfordert einen höheren Energiebedarf. Weil aber neben Kupfer noch weitere Materialien ausgebracht werden, sinkt der Primärenergiebedarf mit Blick auf den Gesamteintrag stetig. Wir arbeiten also rohstoffübergreifend daran, Umweltschutz, Ressourcenschonung und Energieeffizienz in einen optimalen Einklang zu bringen.

Um die Potenziale der Stromflexibilisierung für unsere Werke zu identifizieren, beteiligen wir uns an NEW 4.0. In diesem länderübergreifenden Großprojekt sind mehr als 50 Partner in Hamburg und Schleswig-Holstein vereint. „NEW“ steht für „Norddeutsche EnergieWende“ und „4.0“ bezeichnet die Schwelle zur vierten industriellen Revolution, also der Digitalisierung der Industrie, die durch eine intelligente Vernetzung der Systeme – auch im Rahmen der Energiewende – eine zunehmend zentrale Rolle spielt.

 

 

In unserem Konzern ist vor allem unser Energieverbrauch die Quelle von CO2-Emissionen. Dabei sind die größten CO2-Emittenten die deutschen Standorte Hamburg und Lünen. Aurubis erfasst derzeit systematisch die direkten CO2-Emissionen an den Standorten sowie die energiebezogenen indirekten Emissionen, also zum Beispiel durch zugekauften Strom. Den Ausstoß konnten wir im Berichtszeitraum weiter senken.

Die Entwicklung und Implementierung der konzernweiten Energie-Strategie liegt in der zentralen Verantwortung des Leiters der Konzernabteilung Energy & Climate Affairs, der dem Vorstand direkt unterstellt ist.



 

 

 

 

Corporate Energy & Climate Affairs

Christian Hein

Director Corporate Energy & Climate Affairs Tel: +49 40 7883-2933