REACH

Die europäische REACH-Verordnung, die seit 2007 in Kraft ist, hat einen neuen Rahmen für das Chemikalienmanagement geschaffen. REACH steht für „Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals“, also für die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien.

Ziel der Verordnung ist es, Informationen zu allen in der EU auf dem Markt befindlichen Stoffen zu erhalten, sie zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen Mensch und Umwelt zu schützen. Dies geschieht zunächst durch die Hersteller und Importeure der Stoffe, die Daten zusammenstellen und gegebenenfalls Untersuchungen durchführen, die Ergebnisse bewerten und den Behörden in Form von Registrierungsdossiers zugänglich machen. Aurubis hat sich schon früh in zahlreichen Konsortien auf europäischer Ebene gemeinsam mit anderen Unternehmen organisiert. Dadurch konnte sichergestellt werden, dass die Registrierungsdossiers wissenschaftlich fundiert und gleichzeitig kosteneffizient entwickelt wurden – ein Ansatz, der sich wirklich bewährt hat.
 

Bei Aurubis wird die konzernweite Erfüllung der Anforderungen durch REACH zentral in Hamburg koordiniert. Zusätzlich haben wir an den einzelnen Standorten Kontaktpersonen, die für die Umsetzung vor Ort verantwortlich sind. Das ist in einem expandierenden Konzern von großer Bedeutung, um die Einhaltung aller Anforderungen sicherzustellen. Der Großteil der von Aurubis hergestellten und importierten Stoffe wurde bereits in den Jahren 2010 und 2013 fristgemäß und erfolgreich registriert. Wir prüfen nun regelmäßig die relevanten Stoffströme an den Standorten und bereiten gegebenenfalls zusätzlich notwendig gewordene Registrierungen vor. Die bestehenden Registrierungsdossiers werden regelmäßig aktualisiert, um sie den aktuellen Anforderungen und bewährten Herangehensweisen anzupassen und um neue Ergebnisse zu berücksichtigen.
 

Eine weitere wesentliche Aufgabe ist die Beratung zu Sicherheitsdatenblättern im Aurubis-Konzern. Die CLP-Verordnung zur Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen hat ein neues Einstufungssystem eingeführt, und aufgrund neuer Erkenntnisse ergeben sich darüber hinaus fortlaufend Änderungen an der Einstufung von Stoffen. Dies hat sich durch die im Rahmen von REACH gewonnenen Informationen stark beschleunigt. Die Sicherheitsdatenblätter müssen dementsprechend stetig aktualisiert und teilweise um umfangreiche Expositionsszenarien ergänzt werden.