Innovationen bei Aurubis

Der Bereich Forschung, Entwicklung & Innovation (FE&I) entwickelt Projekte zu innovativen Themen für den Aurubis-Konzern und arbeitet an nachhaltigen Verfahrens- und Produktverbesserungen.

Als führender integrierter Kupferkonzern und größter Kupferrecycler weltweit, bietet Aurubis nicht nur ein breites Spektrum an Produkten und ein erfolgreiches Geschäftsmodell an, sondern auch Antworten zu zukunftsweisenden Fragen. Sind wir bereit für eine Zukunft mit wachsender Energie- und Ressourcenknappheit, sowie einem Trend zur Kupfersubstitution, einer zunehmenden Komplexität von primären und sekundären Rohstoffen, verschärften Umweltschutzbestimmungen und weitreichenden Recyclingbemühungen? Wie finden wir für Aurubis die richtigen Lösungen für diese Entwicklungen?

Der Bereich Forschung, Entwicklung & Innovation (FE&I) stellt sich diesen Fragen. Denn nur mit den richtigen Ideen und zielgerichteter Forschung kann Aurubis neue Produkte und Verfahren entwickeln, aus denen Innovationen entstehen, die eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit gewährleisten.

Ziele und Projekte Forschung, Entwicklung & Innovation

Aurubis‘ Anspruch ist es, Pionier seiner Industrie zu sein. Das Ziel von FE&I ist es daher, neue Ideen und Konzepte zu entwickeln, die für das Unternehmen einen Mehrwert bieten. Das breitinterdisziplinäre und internationale Team aus Spezialisten der Metallurgie, Chemie, Verfahrenstechnik und Mathematik arbeitet deswegen einerseits mit allen internen Abteilungen an speziellen Optimierungs- und Entwicklungsmaßnahmen zusammen und baut andererseits auch auf Unterstützung externer  Kooperationspartner für langfristige Vernetzungen.

Die Projekte von FE&I betreffen bestehende Produktionsstätten, sondieren aber auch neue Gebiete aus, auf denen Aurubis zukünftig eine große Rolle spielen möchte – und sind deshalb in vier Hauptkategorien eingeteilt:                             

•    Exploration: Wachstums- und Zukunftsfelder
•    Entwicklung: Neue Prozesse oder Produkte
•    Optimierung: Verbesserungen aller Prozesse in Hinblick auf Umweltschutz und Kosten
•    Unterstützung der bestehenden Produktionsprozesse

Die Entwicklung neuer und ständige Weiterentwicklung und Optimierung bestehender Verfahren und Produkte trägt maßgeblich zum nachhaltigen Geschäftserfolg von Aurubis bei – und gehört zum Selbstverständnis des Unternehmens seit seiner Unternehmensgründung.
    
So wurden beispielsweise bereits in den 1870er Jahren Versuche zur elektrolytischen Raffination von Kupfer durchgeführt, die 1876 zur Inbetriebnahme einer der ersten solcher Anlagen im Produktionsmaßstab weltweit führten. Bis   in die 90er Jahre wurde u.a. die Produktion verschiedener Cu-Chemikalien untersucht, die letztendlich zu der Ausgliederung der Tochterfirma Spiess-Urania geführt hat, die Spezialchemikalien produziert und vertreibt. Die Verbesserung und Optimierung der verschiedenen Prozesse wurde darüber hinaus immer aufmerksam betrachtet. Seit den 2000er Jahren gliedern sich zur Patentierung angemeldete Verfahren im Wesentlichen in Verbesserungen der Schmelz- und Gießprozesse, Reparaturmöglichkeiten sowie die Aufbereitung von Partikelbelastungen der Luft.
 
Neben Entwicklungen für die hauptsächlichen Produktlinien bewegte sich Aurubis aber auch auf ungewohntem Terrain: So wurden 1999 bis 2002 verschiedene Patente auf Solarzellentechnik angemeldet. Die Photovoltaik war damals als Zukunftsmarkt erkannt, dabei traf es sich gut, dass sich hier auch Kupfer mit seinen speziellen Eigenschaften als Zukunftsmetall präsentierte. Elementen Indium und Selen – aus den chemischen Zeichen Cu, In und Se resultiert die Abkürzung CIS – bietet Kupfer eine Alternative zur Solarzelle aus Silizium. Im Geschäftsjahr 2000/2001 wurde in Hamburg die CIS Solartechnik GmbH mit Beteiligung der Norddeutschen Affinerie gegründet und ein neues Labor zur weiteren CIS-Forschung auf der Peute eingerichtet. Auf einer Pilotfertigungslinie, die 2007 in der alten Waschkaue Süd eingerichtet wurde, ist die Serienreife der CIS-Solarzelle bis 2010 erwiesen worden. Leider rechtfertigten einschneidende Veränderungen am weltweiten Solarmarkt – Preisverfall und Produktionsverlagerungen nach Asien – den Aufbau einer eigenen Serienfertigung wirtschaftlich nicht mehr.

Ein anderes Beispiel verdeutlicht, dass neben technischen Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien, auch der Fahrzeugbau ein Zukunftsmarkt für Aurubis ist und bleibt. Das zeigt nicht nur die hervorragende Absatzsituation für Steckverbinder. Im schwedischen Finspang wird kupferbasierte Kühltechnik für Motoren mittels der CuproBraze-Technologie, einer Gemeinschaftsentwicklung mehrerer führender Kupferproduzenten zur Förderung ihres Metalls gegenüber dem seit den 1990er Jahren in der Wärmetauschtechnik bevorzugten Aluminium, hergestellt. Denn auch Wärmetauscher macht ein Material einfach hochwertiger, effizienter und resistenter gegen höhere Beanspruchungen: Kupfer.

Was bringt die Zukunft?

Vor dem Hintergrund der Konzernstrategie – Steigerung der Komplexität von Einsatzmaterialien – wird auch die Arbeit von FE&I in diesem Bereich gefordert. Sie wird proaktiver denn je, zur Bewältigung des Einsatzes komplexer Rohstoffe, das heißt Primär- und Sekundärstoffe, die höhere Grade an Verunreinigungen enthalten, müssen bereits vorausschauend die Verfahren „robuster“ ausgelegt werden. Das geht mit neuen Entwicklungen einher. Zudem muss verstärkt über einzelne Aggregate hinaus auf den Gesamtprozess der Verarbeitung geblickt werden. Die Zahl der Einflussgrößen und Daten steigt dabei immens an. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, wird aktuell das Prozesssimulations-Team innerhalb von FE&I ausgebaut.

Die Arbeit von FE&I wird in Zukunft zunehmend vernetzt sein. Dazu wird gegenwärtig der Ausbau eines Wissens- und Know-how-Netzwerkes vorgenommen, innerhalb dessen mit verschiedenen Unternehmen, Universitäten und Instituten kooperiert wird, etwa in Form von Cross-Industry-Experts-Workshops. Dieser unternehmens- und manches Mal auch branchenübergreifende Ansatz wird die Entwicklung zukunftsträchtiger Innovationen bei Aurubis fördern.

 

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