Pressemitteilung

Kranballett im Baakenhafen

Hamburg, Dienstag, 13. März 2018

Fünf Autokräne und ein Schiffskran balancieren 125 Tonnen Stahlrohr und Beton: Heute Morgen wurde im Hamburger Baakenhafen ein Düker zu Wasser gelassen. Dieser ist Teil der neuen Fernwärmeleitung, die zurzeit vom Aurubis-Werk in das Neubaugebiet der östlichen HafenCity verlegt wird.

Der Energieversorger enercity und das Metallunternehmen Aurubis AG realisieren derzeit eines der bundesweit spannendsten Projekte zur industriellen Abwärmenutzung. Ab Spätsommer 2018 wird die östliche HafenCity mit CO2-freier Wärme aus der Produktion von Aurubis versorgt. Dazu entsteht gerade eine neue, 2,7 km lange Fernwärmetrasse, die vom Aurubis-Werksgelände auf der Peute unter den Hamburger Elbbrücken entlang zum Wärmenetz der in Hamburg ansässigen enercity Contracting Nord GmbH in der Zweibrückenstraße verläuft.

Die Trasse muss auch den Peutekanal unterqueren. Der dafür erforderliche, rund 90 Meter lange Düker wurde in den letzten Wochen am Baakenhafen vorgefertigt und ist nun zu Wasser gelassen worden.

Nach dem Ablassen ins Hafenbecken wurde der Düker an einem Verlegekatamaran befestigt. Es ragen nur noch die aufsteigenden Äste des Dükers aus dem Wasser, sein Hauptteil befindet sich unter der Wasseroberfläche. Der Verlegekatamaran mit dem Düker verbleibt zunächst vor Ort und wird nach dem Osterwochenende über die Norderelbe in den Peutekanal gezogen.

Der Düker besteht aus zwei Fernwärmeleitungen DN 500 (mm) mit einer Umhüllung aus Beton zur Ballastierung. Er hat eine Länge von mehr als 90 Metern und ein Gewicht von rund 125 Tonnen.

Zur Lieferung der Fernwärme koppelt Aurubis Wärme aus, die während der Umwandlung von Schwefeldioxid – ein Nebenprodukt, das bei der Kupferschmelze anfällt – zu Schwefelsäure entsteht. Diese industrielle Abwärme ist nahezu frei von CO2, so dass durch ihre Nutzung ein Ausstoß von mehr als 20.000 Tonnen CO2 im Jahr vermieden wird. Rund die Hälfte davon entsteht durch die Verdrängung von Erdgas-Nutzung zur Dampferzeugung auf dem Aurubis-Werksgelände, die andere Hälfte kann durch die Lieferung der Abwärme an enercity vermieden werden. Allein in der Hafencity Ost werden im Endausbau (Ziel: 2029) rund 4.500 t CO2 pro Jahr eingespart.

 

Aurubis - Metals for Progress

Die Aurubis AG ist ein weltweit führender Anbieter von Nichteisenmetallen und der weltweit größte Kupferrecycler. Das Unternehmen verarbeitet komplexe Metallkonzentrate, Altmetalle und metallhaltige Recyclingstoffe zu Metallen mit höchster Qualität.

Kernkompetenz ist die Verarbeitung und optimale Verwertung von Konzentraten und Recyclingrohstoffen mit komplexen Qualitäten. Mit seinem Leistungsangebot gehört Aurubis zur Spitzengruppe der Branche. Die Unternehmensgruppe ist auf Wachstum, Effizienz und Nachhaltigkeit ausgerichtet: Die wesentlichen Bausteine der Strategie sind der Ausbau der führenden Marktposition als integrierter Kupferhersteller, die Erschließung neuer Märkte im Bereich der Zukunftsindustrien, die hocheffiziente und optimale Ausbringung von weiteren Metallen und Nebenprodukten aus komplexen Rohstoffen sowie der verantwortliche Umgang mit Menschen, Ressourcen und Umwelt.

Aurubis produziert jährlich mehr als 1 Mio. t Kupferkathoden und daraus diverse Kupferprodukte wie Gießwalzdraht, Stranggussformate, Walzprodukte, Bänder sowie Spezialdrähte und Profile aus Kupfer und Kupferlegierungen. Zum Produktportfolio gehören weiterhin Edelmetalle, Selen, Blei, Nickel und eine Reihe anderer Produkte wie Schwefelsäure und Eisensilikat.

Aurubis beschäftigt rund 6.500 Mitarbeiter, verfügt über Produktionsstandorte in Europa und den USA sowie über ein ausgedehntes Service- und Vertriebssystem in Europa, Asien und Nordamerika.

Zu den Kunden von Aurubis zählen u. a. Unternehmen der Halbzeugindustrie, der Elektro-, Elektronik- und der Chemieindustrie, sowie Zulieferer für die Branchen Erneuerbare Energien, Bau- und Automobilindustrie.

Die Aurubis-Aktie gehört dem Prime Standard-Segment der Deutschen Börse an und ist im MDAX, dem Global Challenges Index (GCX) sowie dem Stoxx Europe 600 gelistet.

 

Über enercity / enercity contracting

Die enercity AG (seit 2. März 2018, vormals Stadtwerke Hannover) zählt mit einem Jahresumsatz von rund 2,0 Milliarden Euro zu den größten kommunalen Energiedienstlern Deutschlands. Unter der 1996 entwickelten Dachmarke „enercity“ bietet sie Strom, Erdgas, Wasser und Wärme sowie energienahe Dienstleistungen an. Mit rund 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist enercity weit über Hannover hinaus mit Energiedienstleistungen und bundesweiten Lieferungen im Key-Account-Bereich tätig. Die Fernwärmeversorgung Hannovers betreibt enercity (auch mit Nutzung industrieller Abwärme) seit über 50 Jahren. Vor 25 Jahren startete enercity mit dezentralen und überregionalen Wärmelieferungsprojekten im Wohngebäudesektor und ist damit nun bundesweit oder sogar im gesamten Baltikum aktiv. Das Geschäftsfeld Contracting ist ein zentrales Element der Strategie von enercity. Mit seinen Beteiligungen - enercity Contracting GmbH, Danpower GmbH sowie Energie-Projektgesellschaft Langenhagen mbH - und deren Umsatz von rund 300 Millionen Euro gehört enercity zur Spitzengruppe der Contracting-Anbieter in Deutschland.

Weitere Informationen: www.enercity.de   www.enercity-contracting.de

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