NA setzt CIS Solarzellenentwicklung mit einem Partner fort

Hamburg, den 27.05.2005 - Die Norddeutsche Affinerie AG (NA) beabsichtigt nach Abschluss der erfolgreichen Laborentwicklung zukünftig flexible und besonders leichte Solarzellen auf Kupferbasis für dezentrale Anwendungen zu produzieren. Zur Fortsetzung der bisherigen Entwicklung konnte die NA das Heizungs-, Klima- und Sanitärgroßhandelshaus Cordes & Graefe KG (C&G), Bremen, als Partner gewinnen. C & G ist im Solarmarkt tätig und will die Marktentwicklung aktiv begleiten.

Zu Beginn der neuen Projektphase ist heute in Bremen eine gemeinsame Entwicklungsgesellschaft (KG) gegründet worden. Jetzt soll das gesammelte Knowhow in marktreife Produkte und in den Aufbau von zwei Pilotanlagen umgesetzt werden. Ziel von NA und C&G ist es, die Weiterentwicklung voraussichtlich bis Ablauf des Jahres 2007 abzuschließen. Die Projektkosten beziffern sich auf ca. 10 Mio. €. Aufgrund des innovativen Charakters und der Chance, zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen, haben die Partner bei der Hansestadt Bremen eine Förderung beantragt.

Am Ende dieser zweiten Entwicklungsphase werden die NA und C&G darüber entscheiden, ob in Bremerhaven ein Endfertigungswerk gebaut werden soll.

Die NA hat seit dem Jahr 2000 in einem eigenen Forschungsprojekt flexible CIS Solarzellen auf Kupferbasis unter Einsatz von kostengünstigen galvanischen Prozessen entwickelt. CIS steht für Kupfer, Indium und Selen. Alle drei Stoffe gehören zur Produktionspalette der NA. Die neue CIS Zelle ist flexibel und hierdurch vielfältig anwendbar. Sie erfordert nur die Hälfte der Kosten für die Produktion der herkömmlichen Solarzelle.

Das NA-Entwicklungsteam konnte die Laborentwicklung im Jahr 2004 erfolgreich abschließen. Der Spitzenwirkungsgrad der Solarzellen liegt bei ca. 11 %. Die Projektkosten beliefen sich auf ca. 4 Mio.  €.