Mitarbeiterporträts
Jürgen Toppel

Angefangen hat meine Zeit im Unternehmen bereits 1974.
Als 15-jähriger begann ich meine dreijährige Ausbildung zum Betriebsschlosser bei der Norddeutschen Affinerie. Die Ausbildung beinhaltete zunächst das Erlernen der handwerklichen Fähigkeiten, wie Drehen, Feilen, Sägen, Schweißen, was im ersten Lehrjahr in der Ausbildungsabteilung vermittelt wurde. Neben der Berufsschule im Blockunterricht erfolgte dann die praktische Ausbildung in den Schlossereibetrieben.
Die Kranabteilung hatte es mir angetan: mehr als 230 Kräne gibt es am Standort Hamburg. Seile, zum Teil dick wie Oberarme, riesige Getriebe, tonnenschwere Räder und das Arbeiten in luftiger Höhe unter freiem Himmel faszinierten mich. Nach erfolgreich beendeter Ausbildung wurde ich 1977 dann auch als Kranschlosser übernommen.
Später bildete ich mich durch verschiedene Lehrgänge in der Abendschule weiter und wurde als technischer Zeichner in der Kranschlosserei eingesetzt. Mein Vorbild war unser damaliger Meister, so dass ich mich schließlich entschloss, in dreijähriger Abendschule – neben meiner täglichen Arbeit – eine Ausbildung zum Industriemeister / Fachrichtung Metall zu absolvieren. Erst 26 Jahre alt, bestand ich 1984 die Meisterprüfung.
Meine Förderer im Betrieb hießen – wie es der Zufall wollte – ebenfalls Jürgen. 1985 wurde ich schließlich Vorarbeiter der Kranschlosserei.
1988 wagte ich den „Sprung ins kalte Wasser“. Die Norddeutsche Affinerie bot mir eine Meisterposition in dem für mich eigentlich fremden Transport-/Logistikwesen mit 156 Mitarbeitern an. Organisation des Transports auf Straße, Schiene und Wasser, Lagerung und Verladung, Kran 8, Personalführung, Flutschutzübungen, Mitarbeiterschulung, Urlaubsplanung und vieles andere bestimmten von da an meinen Arbeitstag; am Telefon, über Funk und am PC.
1989 wurde ich zum Meister ernannt; 1990 wurde ich mit 32 Jahren zum damals jüngsten Obermeister. Ich gestehe, dass ich darauf schon ein wenig stolz bin. Seit 1992 nehme ich darüber hinaus die Aufgaben des Gefahrgutbeauftragten wahr.
Mein Werdegang macht deutlich, dass sich bei Aurubis durch eine sukzessive und zielorientierte Weiterbildung, kombiniert mit Willensstärke, Fleiß und Flexibilität sehr gute Aufstiegsmöglichkeiten bieten.
Inzwischen bin ich mehr als 30 Jahre im Unternehmen – gehöre also fast zum Urgestein.
Ursel Vierhufe

Den ersten Kontakt zur damaligen Norddeutschen Affinerie AG hatte ich in meiner Schulzeit. Während eines dreiwöchigen Schülerpraktikums in der Finanzbuchhaltung durfte ich hier die Zahlenwelt kennen lernen und war so positiv beeindruckt, dass ich mich entschloss, meine Bewerbung abzugeben.
Nach dem Realschulabschluss begann ich dann auch im August 1979 meine Ausbildung zur Bürogehilfin bei der Norddeutschen Affinerie AG. Nach erfolgreichem Abschluss wurde ich 1981 als Angestellte im Technischen Sekretariat übernommen. Hier wurde ich im Tagesgeschäft sukzessive in komplexere Aufgabengebiete eingearbeitet, für die meine fundierte Ausbildung eine gute Voraussetzung war.
Bereits ab 1982 war ich überwiegend für die Betriebsdirektoren tätig. Meine Aufgaben umfassten insbesondere den internen und externen Schriftverkehr sowie die Organisation von Dienstreisen. Selbstständiges und verantwortungsbewusstes Arbeiten wurde hier besonders gefordert und gefördert.
Erfolgreich durchgeführte, berufsbegleitende Weiterbildungsmaßnahmen, 1988 zur „Geprüften Sekretärin“ und nur wenig später – 1990 – zur „Geprüften Chefassistentin“ ermöglichten mir, mein Aufgabenfeld besser und effizienter zu gestalten und neu erworbene Kenntnisse anzubringen.
Seit dem 1. April 1990 bin ich als Vorstandssekretärin tätig. Hier führe ich das Vorstandssekretariat für den Bereich Finanzen. Neben der laufenden Korrespondenz, das Vorbereiten von Präsentationen und Vorträgen, bin ich für die Aufbereitung von Betriebskennzahlen verantwortlich. Meine Neigung zum Finanz- und Rechnungswesen kommt mir hierbei sehr zugute.
Die nebenberufliche Weiterbildung ist gerade in meinem Tätigkeitsumfeld unabdingbar, um den sich rasch wandelnden Anforderungen auch zukünftig gerecht zu werden. Um mein Wissen aktuell zu halten und weiter auszubauen, nahm ich erfolgreich an zertifizierten Seminaren teil, u. a. BWL-Grundlagen und Englisch.
Eine besondere Herausforderung stellte 1998 der erfolgreiche Börsengang von Aurubis (damals noch Norddeutsche Affinerie) für mich dar. Seitdem betreue ich einen Teil des Bereichs Investor Relations.
Alles in allem kann ich sagen, dass mein Engagement anerkannt, honoriert und gefördert wird. Die verantwortungsbewusste und zielorientierte Arbeitsweise ermöglicht mir, den anspruchsvollen Aufgaben, die an mich gestellt werden, gerecht zu werden.
Jörg Holstein

Nach dem Hauptschulabschluss begann ich 1986 im Alter von 16 Jahren meine Ausbildung zum Verfahrensmechaniker in der Hütten- und Halbzeugindustrie bei der damaligen Norddeutschen Affinerie. 1989 wurde ich nach erfolgreicher Ausbildung übernommen und war zunächst am Flammenzyklonreaktor in unserer Rohhütte Nord beschäftigt.
Nachdem die Norddeutsche Affinerie eine von der EU geförderte technische Neuentwicklung, den Elektroofen, im Frühjahr 1991 in Betrieb nahm, wechselte ich in den neuen, zukunftsorientierten Produktionsbereich.
Bereits 1992 bewarb ich mich für die vom Unternehmen geförderte Ausbildung zum staatlich geprüften Hüttentechniker. Ich bestand die Aufnahmeprüfung, wurde jedoch aus betrieblichen Gründen zu einem späteren Zeitpunkt eingeplant.
Im April 1993 erfolgt die Ernennung zum Vorarbeiter. Mein Ziel, bei der Norddeutschen Affinerie einmal Meister zu werden, habe ich weiter verfolgt. Im April 1997 konnte ich endlich die Ausbildung aufnehmen. Diese begann mit einem 2-jährigen Praktikum, in dem man die verschiedenen Produktionsbereiche durchläuft und kennenlernt. Während dieser Zeit war ich von meiner bisherigen Tätigkeit entbunden.
Während des Praktikums besuchte ich berufsbegleitend die theoretische Ausbildung an der Handelskammer Hamburg, die ich Anfang 2001 erfolgreich abschloss. Nach der Ausbildung wurde ich zum Meistervertreter in unserer Rohhütte Nord ernannt.
Der Abschluss der Weiterbildung war die hüttentechnische Ausbildung an der Fachschule für Wirtschaft und Technik in Clausthal-Zellerfeld, die mit einer Prüfung zum Industriemeister Fachrichtung Hüttentechnik bei der Handelskammer Hamburg im April 2002 erfolgreich abgeschlossen wurde. Kurz darauf wurde ich von der Norddeutschen Affinerie zum Meister ernannt und am 1. Juni 2002 in das Angestelltenverhältnis übernommen.
Mein Werdegang zeigt, dass man auch als Hauptschüler seinen Aufstieg ins mittlere Management finden kann. Hierzu gehören Fleiß, Zielstrebigkeit und der Wille, seine Persönlichkeit weiter zu entwickeln. Unterstützt wurde ich von der Personalentwicklung, die meinen beruflichen Lebensweg verantwortlich mit geplant und begleitet hat.






