Der Markt

In den letzten Jahren hat sich die weltweite Nachfrage nach Kupfer fast verdoppelt: Im Jahr 1980 wurden noch ca. 9 Millionen Tonnen Kupfer gefördert, heute liegt die produzierte und verarbeitete Menge an Kupfer bei etwa 19 Millionen Tonnen jährlich.

Während der 90er Jahre spielten Rohstoffe an den Finanz- und Kapitalmärkten keine größere Rolle, was sich jedoch seit 2004 erheblich geändert hat, als es zu einem regelrechten Rohstoffboom kam. Industriemetalle, darunter an vorderster Stelle Kupfer, verzeichneten signifikante Preiserhöhungen. Der Auslöser für diese Entwicklungen waren eine zu geringe Produktion sowie die starke Nachfrage der Schwellenländer  China und Indien.

Asien wurde zur zentralen Wachstumsregion für Kupfer. Mit einem jährlichen Kupferbedarf von etwa 5,1 Millionen Tonnen liegt inzwischen rund 27% der gesamten Weltnachfrage bei China. Diese Nachfrage ist weiterhin ungebremst vorhanden, sodass bis 2018 ein Anstieg um 127% auf 11,6 Millionen Tonnen Kupfer erwartet wird.

In Folge der weltweiten Finanzkrise befindet sich der Markt derzeit in einer Korrekturphase. Der spekulative Anteil in den Rohstoffpreisen ist geringer, nichtsdestotrotz sind die fundamentalen Daten nach wie vor gut.

In Europa werden jährlich rund 4 Millionen Tonnen Kupfer und damit fast 25% der Weltkupferproduktion erzeugt. Das entspricht einem jährlichen Pro-Kopf-Einsatz von mehr als 9 kg. Aurubis als größter Kupferproduzent Europas sichert einen wesentlichen Teil der Bedarfsdeckung.